Materialien des Netzwerks Friedensbildung NRW

 

Zivile Konfliktbearbeitung

Der Bund für Soziale Verteidigung hat im Rahmen des Bildungsprojekts "Globaler Frieden Goes Mainstream" Bildungsmaterialien erstellt. Dabei geht es um Zivile Konfliktbearbeitung im Kontext internationaler Konflikte.  

 

Think Peace

Wie können Konflikte gewaltfrei gelöst werden? Was ist unter Konflikttransformation, Versöhnung, Zivilem Peacekeeping und Transitional Justice zu verstehen? Wie effektiv können gewaltfreie Methoden sein, um unsere Zukunft zu gestalten? Was können wir tun, um zur Demilitarisierung unserer Gesellschaft beizutragen? Und in welchem Kontext dazu stehen Gewaltfreie Direkte Aktionen, gewaltfreier Widerstand, Stärkung von Zivilgesellschaft und Prävention? 

Diese und weitere Fragen werden in einem Kurzfilm, einem Comic und einem Flyer über Zivile Konfliktbearbeitung angerissen.

Zielgruppe der Materialien sind junge Menschen und Multiplikator*innen, die Zugang zu Jugendlichen haben. Sie können Anwendung in der Schule finden, sind aber insbesondere auch für den außerschulischen Bereich konzipiert.

Den Kurzfilm kann man auf www.think-peace.de anschauen. Es können der Comic hier und der Flyer hier bestellt oder heruntergeladen werden. 

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.

 

"Entwicklung braucht Frieden"

Der Bund für Soziale Verteidigung (BSV) hat als ein Mitglied des Netzwerks Friedensbildung NRW und mit Förderung durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Unterrichtseinheiten zum Thema "Entwicklung braucht Frieden" erstellt. Diese können entweder hier kostenlos heruntergeladen, gespeichert und ausgedruckt werden oder zum Preis von 5,- Euro beim BSV, Schwarzer Weg 8, 32423 Minden, Fon 0571 29456, Fax 0571 23019, info [at] soziale-verteidigung.de bestellt und zugeschickt werden.

Alle Einheiten stehen unter der Creative Commons Lizenz mit Namensnennung, ohne kommerzielle Nutzung und zur Weitergabe unter gleichen Bedingungen (CC-BY-NC-SA 3.0).

Die Einheiten richten sich vor allem an SchülerInnen der Jahrgänge 9 bis 13. Sie enthalten neben einer Einführung mit thematischer, didaktischer und methodischer Analyse sieben Verlaufspläne zu je vier bis sieben Stunden mit Arbeitsblättern. Sie können getrennt, verbunden oder ergänzt werden.

In diesen Unterrichtseinheiten wird eine Reihe von beispielhaften Analysen zu einigen zentralen gegenwärtigen Konflikten und ihrer Bedeutung für die Betroffenen dargestellt. Sie behandeln Allgemeines zur Zivilen Konfliktbearbeitung sowie die Konflikte in Kolumbien, Ägypten, (Süd-)Sudan, Palästina/israel, Irak und Philippinen. Sie sollen einen Beitrag leisten zur Friedensbildungs im Sinne einer Bildung für Zivile Konfliktbearbeitung.

Einführung

1. Einheit: Frieden

2. Einheit: Kolumbien

3. Einheit: Ägypten

4. Einheit: (Süd-)Sudan

5. Einheit: Palästina/Israel

6. Irak

7. Philippinen

Rückmeldung/Überprüfung

Zusatzeinheiten Ägypten

 

Der BSV bietet auch Unterrichtsberatungen oder Unterrichtsbesuche zu den Einheiten „Entwicklung braucht Frieden“ oder LehrerInnenfortbildungen zur Friedensbildung in Nordrhein-Westfalen an. Auch mit dem Thema Bildung im Inland hat sich der BSV beschäftigt und Informationen zusammengestellt. Materialien zur Bildungsarbeit im eigenen Land können hier bestellt werden.

Weitere Unterrichtseinheiten bzw. -materialien der Friedensbildung bietet das Projekt Friedensbildung und Schule unter www.friedensbildung-schule.de.

 

 

Pädagogisches Material zur Erinnerungskultur in Bosnien

Das Forum Ziviler Friedendienst e.V. (forumZFD) in Bosnien und Herzegowina hat in Zusammenarbeit mit dem Anne Frank Haus (in der Niederlande), der Youth Initiative For Human Rights (YIHR), EUROCLIO- HIP (Europäischer Verein der Geschichtslehrer und Erzieher) und pax christi Aachen ein pädagogisches Instrument zur Erinnerungskultur entwickelt und veröffentlicht. Es beinhaltet ein Handbuch mit fünf thematischen Modulen, neun Unterrichtseinheiten und audiovisuelles Material mit sechs kurzen Dokumentarfilmen über Denkmäler in Sarajewo, Ost-Sarajewo und München, einem spannenden Animationsfilm über die Kunst des Umgangs mit der Vergangenheit, sowie den Katalog „MOnuMENTI“ (in elektronischer Form).
Die Motivation für das pädagogische Instrument war es einen alternativen und konstruktiven Weg für den Umgang mit der Vergangenheit zu suchen, dominante historische Narrative zu konfrontieren und bewährte Identitätskonzepte zu hinterfragen. Ziel ist es junge Menschen in Europa mit ihrer Geschichte zu fesseln und sie beim kritischen Reflektieren über ihre persönliche und öffentliche Erinnerungskultur zu unterstützen.
Dieses Material ist in der Print-Version zurzeit leider nur noch in englischer Sprache, in deutscher Sprache nur noch in der elektronischen Version (DVD) zur Bestellung bei helmig(at)forumZFD.de erhältlich. Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

 

Personen der Friedensbewegungen

 

Der Friedensnobelpreis 2017 ging diesmal nicht an Politiker und Regierungsorganisationen sondern an eine internationale, überwiegend ehrenamtlich arbeitende Friedensorganisation, an ICAN. 1905 erhielt Bertha von Suttner, die treibende Kraft der deutschen Friedensbewegung der Kaiserzeit, als erste Frau überhaupt den Friedensnobelpreis. Sie hatte die Deutsche Friedensgesellschaft gegründet, die ebenfalls 2017 ihr 125-jähriges Bestehen feierte.

Aus diesem Anlass hat die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) diese beiden Unterrichtseinheiten erstellt worden, die sich mit Bertha von Suttner einer historische Gestalt der Friedensgesellschaft widmet und mit Ulrich Thiel einer der treibenden Kräfte der Friedensgesellschaft in den zurückliegenden drei Jahrzehnten. Beide Personen repräsentieren wichtige Abschnitte der Friedensbewegung in Deutschland, an ihrem Wirken wird sowohl der Wandel der gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen deutlich, unter denen Menschen sich in Deutschland für Frieden und gegen Krieg einsetzten, als auch die Entwicklung der Handlungsansätze der Bewegung über die Jahrzehnte. Behandelt werden internationale Verträge als Beitrag zur Friedenssicherung, Aktionen für Abrüstung und die Kriegsdienstverweigerung als persönliche Handlungsoption von Kriegsgegnern. Die Unterrichtseinheiten stellen die Friedensbewegung als soziale, politische und historische Bewegung dar und sind daher in verschiedenen Fächern einsetzbar.

Die Unterrichtsmaterialien zu Bertha von Suttner oder zu Ulrich Thiel können hier heruntergeladen werden.