Wer ist das Netzwerk Friedensbildung NRW

Das Netzwerk Friedensbildung NRW besteht aus Organisationen und Institutionen, die sich für eine friedliche Welt einsetzen und sich gegen Militarismus und Krieg aussprechen.

Bei Interesse an Referent*innen und Materialien, oder falls sie Informationen benötigen oder Rückfragen haben wenden sie sich bitte an die Mitglieder oder an den Bund für Soziale Verteidigung per E-Mail info@soziale-verteidigung.de, oder telefonisch: 0571 / 29 45 6.

Bund für Soziale Verteidigung

Der Bund für Soziale Verteidigung ist ein pazifistischer Fachverband der deutschen Friedensbewegung zur Entwicklung von Alternativen zu Militär und Gewalt. Der Bund für Soziale Verteidigung ist 1989 von Organisationen und Persönlichkeiten der Friedensbewegung wie Petra Kelly, Theodor Ebert und Roland Vogt beziehungsweise pax christi, dem Versöhnungsbund und Ohne Rüstung Leben gegründet worden. Neben der Geschäftsstelle in Minden engagieren sich die 450 Einzelmitglieder und 40 Mitgliedsorganisationen im Vorstand und bundesweiten Arbeitsgruppen in den Bereichen Friedensbildung, gewaltfreier Intervention und der Erarbeitung gewaltfreier Alternativen.

Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen ist eine pazifistische Organisation mit einer langen, bewegten Geschichte. In ihr haben sich Menschen zusammengeschlossen, die Krieg prinzipiell ablehnen und gegen Militär und Rüstung sowie für die zivile Lösung von Konflikten aktiv sind. In NRW sind wir mit mehreren Ortsgruppen und dem Landesverband vertreten.

Wir setzen uns u.a. mit der Bedeutung der Militärstützpunkte in NRW für aktuelle Kriege auseinander, mit der Bedrohung durch Atomwaffenstandorte an den nordrhein-westfälischen Grenzen und mit Rüstungsexporten durch Konzerne aus NRW. Mit einem Papier „Friedensland NRW“ haben wir Ansatzpunkte für einen Politikwandel aufgezeigt. Thema ist auch die Auseinandersetzung mit den Werbekampagnen der Bundeswehr speziell an Schulen.

pax christi

Menschen machen Frieden - mach mit! Unser Name ist Programm: der Friede Christi. pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. Daraus entwickelte sich die pax-christi-Bewegung, die heute in über 60 Ländern der Welt aktiv für Frieden und Gerechtigkeit eintritt. Aus der Friedenszusage Jesu Christi erwächst eine Praxis, in der Menschen trotz Rückschlägen immer wieder neu gegen Krieg und Ungerechtigkeit ihre Stimme erheben und Menschen zum Frieden bewegen.

Die pax-christi-Diözesanstellen Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn sind Mitglieder des Netzwerks Friedensbildung NRW. pax christi Aachen vertritt als aktives Mitglied die nordrheinwestfälischen Diözesanstellen.

Hackhauser Hof

Die Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof – Bildungszentrum Jugendarbeit ist eine Einrichtung zur Förderung und Fortbildung ehrenamtlicher und hauptberuflicher Mitarbeiter*innen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Sie bietet außerschulische Bildung für Jugendliche und junge Erwachsene an und führt Angebote zu aktuellen Themen in der Jugendarbeit für hauptberufliche Fachkräfte durch. Darüber hinaus fördert der Hackhauser Hof die Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Schule und ist Heimat des Freiwilligen Friedensdienstes.

Der Hackhauser Hof ist eine von der EkiR und dem Land NRW geförderte Bildungsstätte.Inmitten des Landschaftsschutzgebietes Ohligser Heide in Solingen gelegen, bietet der Hackhauser Hof einen anregenden Rahmen für Bildungsarbeit und Freizeiten mit Jugendlichen, Schüler*innen und jungen Erwachsenen.

Arbeitsstelle für Auslandsfreiwilligendienste der Evangelischen Kirche im Rheinland

Die Arbeitsstelle für Auslandsfreiwilligendienste der Evangelischen Kirche im Rheinland ist als Entsendeorganisation und als Aufnahmeorganisation im Rahmen internationaler Freiwilligendienste tätig.

Der Freiwilligendienst im Ausland ist ein Angebot der außerschulischen Jugendbildungsarbeit der EKiR und schließt unmittelbar an die Jugendarbeit in den Kirchenkreisen und -gemeinden an. Er bietet jungen Menschen Beteiligungsmöglichkeiten, in denen sie Erfahrungsräume von Gemeinschaft in ökumenischer Vielfalt erleben und ihre sozialen Kompetenzen weiterentwickeln können. Die Arbeitsstelle für Auslandsfreiwilligendienste

bietet jungen Menschen die Teilnahme an einem friedens- und entwicklungspolitisch ausgerichteten Freiwilligendienst im Ausland an;

ermöglicht jungen Menschen ein persönliches Friedenszeugnis abzulegen und aktiv an Völkerverständigung und Versöhnung mitzuarbeiten;

  • berät junge Menschen bei ihrer persönlichen Lebensplanung am Ende von Schule und Ausbildung;
  • unterstützt junge Menschen in ihrem Interesse für freiwilliges, zivilgesellschaftliches Engagement;

Jährlich reisen ca. 50 Freiwillige in ökumenische Partnerschaftsprojekte in 10 Gastländer aus.

Evangelische Schüler*- und Schülerinnen*arbeit im Rheinland e.V.

Die Evangelische Schüler*- und Schülerinnen*arbeit im Rheinland e.V. ist ein Verein mit einer langen Tradition, der Jugendarbeit für und mit Schüler*innen macht. Schwerpunktmäßig richten sich unsere Veranstaltungen und Projekte an Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren. Freizeiten und Seminare werden oft von Haupt- und Ehrenamtlichen gemeinsam geleitet. Die ESR arbeitet im evangelischen Kontext, aber offen für Teilnehmende aller Weltanschauungen und Religionen. Wir organisieren in Kooperation mit Partnerorganisationen aus dem In- und Ausland internationale und interkulturelle Begegnungen, wir arbeiten interkulturell vor Ort und führen Friedensseminare mit Schulklassen durch. Wir bilden des weiteren Multiplikator*innen für die Friedensarbeit als "Peacemaker" aus.

Pädagogisches Institut Villigst (PI)

Das PI führt Angebote zur Friedenspädagogik im Rahmen der Lehrer*innenfortbildung durch und stellt Unterrichtsmaterialien sowie religionspädagogische Beiträge in diesem Themenbereich zur Verfügung. Für die Aufgabe der Friedensbildung an Schulen qualifiziert das Pädagogische Institut außerdem Personen, die Unterrichtsstunden, Planspiele und Projektwochen durchführen können. Die aktuelle Liste der Referentinnen und Referenten für Friedensbildung im Rheinland und in Westfalen findet sich hier.

forumZFD

Das forumZFD unterstützt Menschen in gewaltsamen Konflikten auf dem Weg zum Frieden. Seit 1996 setzt sich die Organisation für die Überwindung von Krieg und Gewalt ein.

Heute arbeitet das forumZFD mit Friedensberaterinnen und -beratern in Deutschland und zwölf  weiteren Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Südostasien. Seine Akademie für Konflikttransformation bietet Menschen in der internationalen Friedensarbeit eine professionelle Ausbildung. Mit Kampagnen, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich das forumZFD aktiv für eine zivile Friedenspolitik ein.

Die Bundesregierung hat das forumZFD als Trägerorganisation des Zivilen Friedensdienstes anerkannt. Es ist Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und finanziert seine Arbeit über öffentliche und private Zuschüsse, Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Gewalt Akademie Villigst

Die Gewalt Akademie Villigst (GAV) ist ein Zusammenschluss von Expert*innen aus dem Bereich "Gewaltprävention und Rassismus". Gegründet 2002 von den Villigster Deeskalationstrainer*innen ist sie heute Teil des Referates "Rechtsextremismus, Gewalt und Rassismus" im Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen. Die GAV bildet "Villigster Deeskalationstrainer*innen Gewalt und Rassismus" aus, bietet weitere Angebote der Aus-, Fort- und Weiterbildung und vermittelt Trainer*innen für unterschiedliche Themenschwerpunkte.

Arbeitsschwerpunkte der Gewalt Akademie Villigst:

  • Ausbildung und Qualifizierung von Deeskalationstrainer/innen*in relativ selbständigen regionalen Ausbildungsgruppen (ABG´s),
  • Präsentation und Vermittlung von Trainer/innen für unterschiedliche Trainingsformen und Bildungsangeboten im Bereich der Kinder- & Jugend- und Multiplikatorenbildung,
  • Durchführung und Begleitung von Projekten im Bereich Gewaltprävention und rassismuskritischer Arbeit u.a. die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus,
  • Schaffung von Angeboten des kollegialen Erfahrungsaustausch und Qualifizierung durch Fort- und Weiterbildungen für Mitglieder und Interessierte.